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Arthrosepatient Katze

Fit durch Herbst und Winter

Selbst die freiheitsliebendste Katze ist bei herbst- und winterlichem Schmuddelwetter nicht immer für einen Streifzug im Freien zu begeistern. Bei zunehmender Bewegungsunlust sollten Sie aber – vor allem bei älteren Tieren – aufmerksam werden: Chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose sind bei nass-kalter Witterung oftmals deutlich schmerzhafter als bei warmen Temperaturen. Nicht selten kommt es auch zu akuten Arthroseschüben mit starken Gelenkschmerzen, die die Katze in ihrer Beweglichkeit und Lebensqualität beeinträchtigen. Gerade dann können biologische Tierarzneimittel sehr gute Dienste leisten.

Die Arthrose lässt sich gut und gern als „Volkskrankheit“ unserer Katzen bezeichnen: Bis zu 60% der Katzen, die älter als sechs Jahre sind, weisen Anzeichen der chronischen Gelenkerkrankung auf – bei älteren Katzen ist dieser Prozentsatz sogar noch deutlich höher.[1,2,3] Arthrose geht mit einer fortschreitenden und unwiderruflichen Zerstörung des Gelenkknorpels einher und tritt häufig als abnutzungsbedingte Alterserscheinung auf. Allerdings kann sie auch bereits bei jüngeren Katzen entstehen. Denn angeborene Fehlstellungen der Gelenke sowie eine Über-, Unter- oder Fehlbelastung des Bewegungsapparates können schon in jungen Jahren zu degenerativen Veränderungen der Gelenke führen. Gleiches gilt für unzureichend ausgeheilte Verletzungen wie etwa Prellungen, Zerrungen oder Stauchungen. Als Halter sollten Sie die Gelenkgesundheit Ihrer Katze also schon frühzeitig im Blick haben und auf erste Anzeichen einer Arthrose achten. Da Katzen allerdings Meister darin sind, Schmerzen zu verbergen, zeigen sich diese vor allem durch Verhaltensänderungen: Wenn sich die Katze weniger bewegt, Springen oder Treppensteigen meidet, sich nicht mehr richtig putzt oder Urin neben der Katzentoilette absetzt, kann dies auf eine chronische Gelenkerkrankung hindeuten. Der Arthrose-Check unter www.vetepedia.de gibt Ihnen eine gute Hilfestellung, um den Gesundheitszustand Ihrer Katze besser einschätzen zu können.

Zunehmender Arthroseschmerz im Winter

Arthrosepatienten spüren den Winter häufig in den Gelenken – das gilt für unsere Vierbeiner genauso wie für uns Zweibeiner. Zwar sind die Ursachen für den zunehmenden Arthroseschmerz im Winter noch nicht vollständig geklärt, allerdings scheinen an der Problematik mehrere Faktoren beteiligt zu sein: Bei Kälte verlangsamt sich der Stoffwechsel, gleichzeitig erhöht die verminderte Durchblutung den Spannungszustand der Muskeln – dumpfe Schmerzen können die Folge sein. Bei kalten Temperaturen nimmt außerdem die Viskosität der Gelenkflüssigkeit ab, die als natürliches Schmiermittel im Gelenk dient. Wenn diese „Gelenkschmiere“, auch Synovia genannt, bei Kälte zähflüssiger wird, nimmt der Reibungsschmerz folglich zu. Problematisch ist außerdem, dass Katzen mit Arthrose im Winter den Gang ins Freie oftmals meiden. Die mangelnde Bewegung schadet der Gelenkgesundheit allerdings zusätzlich, da der Gelenkknorpel nur durch regelmäßige Be- und Entlastung ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Sie sollten Ihre Katze also möglichst spielerisch zur Bewegung motivieren, damit die Gelenke in Bewegung und damit funktionsfähig bleiben.  

Biologische Arthrosetherapie: effektiv und schonend    

Zur Therapie der Arthrose haben sich in der tierärztlichen Praxis und bei Katzenhaltern biologische Tierarzneimittel seit langem bewährt. Diese enthalten verschiedene effektive Einzelsubstanzen, die ihre Wirkung gleichzeitig an verschiedenen Stellen im Körper entfalten. Die kombinierten Inhaltsstoffe wie etwa Arnika, Beinwell oder Schwefel (z. B. in Zeel ad us. vet.) verfügen über entzündungshemmende, schmerzstillende sowie knorpelschützende Eigenschaften. Bei akuten schmerzhaften Arthrose-Schüben empfiehlt sich eine unterstützende Gabe von biologischen Arzneimitteln mit schmerzlindernden, entzündungshemmenden und abschwellenden Inhaltsstoffen, die klassisch zur Behandlung akuter Entzündungen eingesetzt werden (z. B. Traumeel ad us. vet.). Biologische Tierarzneimittel sind sehr gut verträglich und mit anderen Arzneimitteln kombinierbar.

Weitere Informationen rund um chronische Gelenkerkrankungen bei der Katze sowie den Arthrose-Check finden Sie unter https://www.vetepedia.de/gesundheitsthemen/katze/bewegungsapparat/

 

Literaturangaben
[1] Slingerland, LI et al. (2011). "Cross-sectional study of the prevalence and clinical features of osteoarthritis in 100 cats." Vet J 187(3): 304-309.
[2] Clarke SP et al. (2005). "Prevalence of radiographic signs of degenerative joint disease in a hospital popula¬tion of cats." Vet Rec 157(25): 793-799.
[3] Hardie, E. M., S. C. Roe and F. R. Martin (2002). "Radiographic evidence of degenerative joint disease in geri-atric cats: 100 cases (1994-1997)." J Am Vet Med Assoc220(5): 628-632.

 

Weitere Informationen zur Gesundheit von Tieren finden Sie auf www.vetepedia.de.

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