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Dienst- und Rettungshunde – unermüdlich und selbstlos im Einsatz für Mensch und Tier

Menschen helfen Tieren, Tiere helfen Menschen  

Hunde sind äußerst treue Weggefährten und werden heutzutage in erster Linie als Haustiere gehalten.  Daneben gibt es jedoch auch eine ganze Reihe von Diensthunden, beispielsweise als Polizei-, Schutz- oder Spürhund. Grund dafür sind die besonderen Fähigkeiten der Vierbeiner, insbesondere ihr Geruchsinn übertrifft den des Menschen bei Weitem.  Denn Hunde haben eine um ein Vielfaches größere und dickere Nasenschleimhaut mit mehr als 200 Millionen Riechzellen (der Mensch hat nur etwa fünf Millionen) und sind in der Lage, Duftinformationen selektiv wahrzunehmen, sie im Gedächtnis zu speichern und später wiederzuerkennen. Auch die akustischen Fähigkeiten der Vierbeiner sind bemerkenswert: Sie können über den menschlichen Hörbereich von etwa 20 bis 20.000 Hertz hinaus Schall mit sehr niedrigen Frequenzen unter 16 Hertz (Infraschall) wahrnehmen wie auch Ultraschall bis etwa 40.000 Hertz.  Dank ihrer beweglichen Ohrmuscheln können Hunde Geräuschquellen präzise orten, die der Mensch verfehlen würde.


HelpingVets – Auszeichnungen für Tierschutzorganisationen

Um die Leistungen der Tiere für uns Menschen zu würdigen, fand im Juni in Grainau nahe der Zugspitze die von Heel Veterinär initiierte Pressekonferenz HelpingVets 2018 statt.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden – in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal – drei Tierschutzorganisationen ausgezeichnet und mit je 2.000 Euro prämiert, die Besonderes für das Wohlergehen von Tieren leisten. Die Vorstellung der Hilfsprojekte und die Ehrung der Preisträger erfolgten durch die Fernsehmoderatorin, Buchautorin und Journalistin Nina Ruge, die im Jahre 2010 vom Verband für das deutsche Hundewesen VDH zur „Botschafterin des Hundes“ ernannt wurde.

Ausgezeichnet wurde die deutschlandweit einmalige Einrichtung Pferdeklappe e.V./ Notbox Schleswig-Holstein, die auf dem Konzept der Baby-Klappen in Krankenhäusern beruht: Der durch Spenden finanzierte Verein bietet Pferdebesitzern in Not die Möglichkeit, ihr Tier entweder persönlich auf dem Hof abzugeben oder anonym auf die sogenannte „Klappenkoppel“ zu bringen. Aufnehmen darf der Verein entsprechend dem Tierschutzgesetz nur vermittelbare Pferde mit Equidenpass unter 20 Jahren. „Bei Pferdeklappe e.V. handelt es sich nicht um einen Gnadenhof“, erklärt Gründerin Petra Teegen, „unsere Aufgabe ist es, einen schönen neuen Platz für das Tier zu suchen“. Ist ein neuer Besitzer gefunden – was bei den bisher über 900 abgegebenen Pferden und Ponys fast immer zeitnah gelungen ist –  werden die Tiere mit einem Schutzvertrag an diesen abgegeben. Die dafür zu zahlende Schutzgebühr beläuft sich auf die Summe der für den Verein entstandenen Kosten. (www.erste-pferdeklappe.de)


Ein weiterer Preis ging an den 2001 gegründeten Tierhilfeverein Lichtbrücke e.V, der sich vernachlässigter Haustiere wie auch verletzter oder verwaister Wildtiere annimmt. Auf dem „Koboldhof“ im Odenwald wurden für die wildlebenden kleinen und großen Tiere wie z.B. Eichhörnchen, Fledermaus oder Marder artgerechte Refugien und Lebensräume geschaffen. Die Mitarbeiter der ehrenamtlich geführten Pflegestation setzen sich darüber hinaus für den Umwelt- und Artenschutz ein: Auf der Website des Vereins (www.wildtierhilfe-odenwald.de) finden sich z.B. Tipps zur Erstversorgung aufgefundener Wildtierwaisen und Telefonnummern für tierische Notfälle. Auch in der Umweltpädagogik ist der Verein aktiv: Durch Vorträge in Schulen soll den Kindern Wissen vermittelt und Begeisterung für die heimische Fauna geschaffen werden.

Ebenso prämiert wurde das im Februar 2017 in Stuttgart ins Leben gerufene Projekt „Kalte Schnauze“, das Tierbesitzern in finanziellen Notlagen eine Anlaufstelle bietet. Bedürftige und obdachlose Tierbesitzer werden in regelmäßigen Abständen von 2-3 Monaten vom Verein Küstenhund e.V. eingeladen und mit Futter, Decken, Spielzeug und Zubehör für Ihre Vierbeiner ausgestattet. In Notsituationen wie Haftstrafen oder ähnlichem leistet das Projekt auch unabhängig von den Ausgabeterminen spontane Unterstützung. Im vergangenen Jahr hat der Verein zudem in Berlin und Frankfurt wärmende Hundemäntel und -kissen in Zusammenarbeit mit der Bahnhofsmission an bedürftige Hundebesitzer auf den Straßen verteilt. Es ist noch in diesem Jahr geplant, die Unterstützung auf weitere Großstädte in Deutschland auszuweiten (www.kuestenhund.com).

Pettrailing – Theorie und Praxis hautnah
Täglich verschwinden zahlreiche Haustiere in Deutschland. Sie entlaufen oder verirren sich, sie werden gebissen und reißen aus, sie tappen in eine Falle oder werden irrtümlich eingesperrt. In all diesen Fällen können Tiersucher mit ausgebildeten Suchhunden meist helfen.
Alexandra Grunow, Gründerin und Geschäftsführerin des K-9® Bundesausbildungs- zentrums für Suchhunde, gab im Anschluss an die Preisverleihung interessante und faszinierende Einblicke in ihre tägliche Arbeit und beantwortete viele Fragen rund um das Thema Pettrailing: Worauf ist vor dem Einsatz besonderes Augenmerk zu legen? Welche Einsatz-Taktiken sind möglich? Was eignet sich als Geruchsartikel? Wie werde ich einsatzfähiger Tiersucher?

Krankheiten oder Verletzungen von Diensthunden – der Tierarzt ist gefordert
Beim Training oder während eines Einsatzes bleibt es leider nicht aus, dass sich Diensthunde verletzen und tierärztlich behandelt werden müssen. Neben traumatisch bedingten Wunden und Frakturen sind Erkrankungen im Bereich Schulter/Ellbogen (Zerrung des M. biceps brachii, Kontraktur des M. infraspinatus, Ellbogendyplasie) sowie an Hüfte und Knie (Hüftgelenksdysplasie, Kreuzbandriss) besonders häufig. Prof. Stephan Neumann, Leiter der Kleintierklinik der Georg-August-Universität in Göttingen, berichtete in seinem Vortrag „Worauf muss der Tierarzt beim Diensthund achten?“ über den Untersuchungsgang und die Diagnostik bei diesen Krankheitsbildern sowie über die Gemeinsamkeiten der Krankheitskomplexe. Bei vielen dieser Verletzungen, so Neumann, wird eine Entzündungsreaktion in Gang gesetzt, die für den weiteren Heilungsverlauf wichtig ist. Diese kann jedoch „überschießend“ verlaufen, d.h. mit ausgeprägter Ödembildung und Hypoxie des Gewebes. Das Tier hat starke Schmerzen und schont die betroffenen Körperregionen. Diese Inaktivität kann zur Folge haben, dass vor allem der Gelenkknorpel minder durchblutet wird. Es besteht die Gefahr einer Arthrose. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll und wichtig, dass bereits in der Anfangsphase der Entzündung eine geeignete Arzneimitteltherapie eingeleitet wird. Diese sollte so ausgewählt werden, dass die für den Heilungsverlauf wichtige Entzündungsreaktion nicht vollständig gehemmt, sondern modelliert wird. „In der Behandlung von Traumata haben sich biologische Tierarzneimittel – z.B. Traumeel® ad us. vet. – bewährt“, betonte Neumann. Diese werden zur Entzündungsregulation und damit zur Beschleunigung des Heilungsprozesses eingesetzt. Die biologischen Tierarzneimittel sind nebenwirkungsarm und lassen sich gut mit anderen, auch schulmedizinischen, Arzneimitteln kombinieren.


Biologische Heilmittel Heel GmbH


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