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Krankheitsbilder: stumpfes Trauma bei einem Pferd

Bei einem Trauma wird gesundes Gewebe durch äußere Krafteinwirkung verletzt oder geschädigt

Bei einem offenen Trauma wird die Haut sichtbar verletzt, wie z.B. bei Schnitt-, Platz- oder Bisswunden.

Als stumpfes Trauma bei einem Pferd hingegen gelten Verletzungen der Haut, in manchen Fällen auch des darunterliegenden Gewebes, die ohne Eröffnung der Haut geschehen. Äußerlich kaum sichtbare Schürfwunden können ein Anzeichen für ein tieferliegendes Trauma sein, welches sich das Pferd auf der Weide oder im Stall zugezogen hat. In Gruppen klären Pferde die Rangfolge durch das Schlagen mit den Hufen. Der Huftritt wird dabei häufig nur drohend angetäuscht. Wird jedoch tatsächlich zugetreten, kann es zu gefährlichen Weichteilverletzungen und auch Knochenverletzungen kommen.

Stumpfe Traumata sind typische Verletzungen bei Pferden und betreffen vor allem die Gelenke, da sie schon durch einen falschen Sprung, Tritt oder Sturz verursacht werden können. Stumpfe Traumata der Gelenke werden in drei Arten unterteilt: 

Verstauchungen und Zerrungen

Verstauchungen und Zerrungen, medizinisch als Distorisonen bezeichnet, entstehen durch eine gewaltsame Überdehnung des Gelenkes über das normale Bewegungsmaß hinaus. Die gegeneinander verschobenen Gelenkflächen kehren sofort wieder in ihre Ausgangslage zurück, die Überdehnung der Bänder und/oder Gelenkkapseln ist jedoch sehr schmerzhaft und geht häufig mit einem Bluterguss und einer Schwellung einher.

Ausgerenktes Gelenk (Luxation)

Zu einem ausgerenkten Gelenk (Luxation) kommt es, wenn die Gelenkflächen so stark gegeneinander verschoben werden, dass dabei Gelenkkapsel und Bänder Schaden nehmen – sie zerreißen. In der Folge kehren die Gelenksenden nicht in ihre normale Position zurück, sondern bleiben verschoben. Ein ausgerenktes Gelenk verursacht starke Schmerzen und lässt sich an einer ausgeprägten (sonst 2x stark) Schwellung des betroffenen Bereiches, Hämatomen und einer unnatürlichen Gelenkstellung erkennen.

Prellung oder Quetschung (Kontusion)

Eine Prellung oder Quetschung (Kontusion) entsteht meist durch einen Sturz oder starken Stoß. Durch die Krafteinwirkung von außen kommt es zu einer Gewebeschädigung. Diese kann – je nach betroffener Körperstelle - die Muskulatur, Bänder, Gelenkkapsel oder Knochenhaut betreffen. In Folge der Verletzung kommt es zu einer Schwellung und der Bildung eines Blutergusses (Hämatom). 

Gut-zu-wissen!

Wichtig ist, dass jedes Trauma im Körper einen komplexen, heilungsfördernden Entzündungsprozess auslöst. Es gilt, den Reiz zu beseitigen und beste Voraussetzungen für den Heilungsverlauf zu schaffen, damit das geschädigte Gewebe schnellstmöglich und vollständig repariert werden kann.

Es kann dabei jedoch zu einer überschießenden Entzündungsreaktion kommen, die das Abheilen der Verletzung verzögern oder sogar verhindern kann. Die Folgen sind starker Schmerz, Schwellung und eine Bewegungseinschränkung. Unter Umständen kann sich aus einer akuten auch eine chronische Entzündung entwickeln.