Wenn der Infektionsdruck steigt...

Atemwegserkrankungen beim Pferd vorbeugen und behandeln

  • Im Winter können zahlreiche Faktoren das Immunsystem unserer Pferde beeinträchtigen. Vor allem Atemwegsinfekte treten deshalb in der kalten Jahreszeit häufiger auf.
  • Bei ersten Anzeichen wie Nasenausfluss, reduzierter Leistungsfähigkeit oder Fieber sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.
  • Tritt Husten auf, muss dieser schnellstmöglich abgeklärt werden, da die Gefahr einer Chronifizierung besteht.
  • Zur Behandlung akuter Atemwegsinfekte haben sich biologische Tierarzneimittel mit Schwefel und Weißer Schwalbenwurz (z. B. Engystol ad us. vet. Tabletten) bewährt, da die Inhaltsstoffe antivirale, entzündungshemmende, schleimlösende und immunstimulierende Effekte besitzen. Dadurch eignen sie sich auch vorbeugend zur Unterstützung des Immunsystems.
  • Eine gute Stallhygiene, frische, schadstofffreie Luft, hygienisch einwandfreies Futter, Impfungen und eine ausgewogene Fütterung können zudem das Infektionsrisiko reduzieren.

Atemwegserkrankungen haben in den Ställen gerade wieder Hochsaison. Kein Wunder, denn das Immunsystem unserer Pferde hat in der nasskalten Jahreszeit einen schweren Stand: Unterschiedliche Faktoren zerren an seiner Schlagkraft, gleichzeitig ist der Infektionsdruck im Stall erhöht. Besonders die Atemwege sind für Infektionen gefährdet, denn mit jedem Atemzug gelangen sechs bis acht Liter Luft in die Lunge und damit auch Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Co. Mit welchen Maßnahmen wir unsere Pferde vor Infekten schützen können, was den Tieren hilft, wenn sie doch erkranken und warum bei Husten in jedem Fall der Tierarzt oder die Tierärztin gerufen werden sollte, weiß die auf Pferde spezialisierte Tierärztin Tina Wassing aus Ahaus.

In der kalten Jahreszeit kommen verschiedene Faktoren zusammen, die die Abwehrkräfte unserer Pferde auf die Probe stellen. So stellt der Fellwechsel eine Herausforderung für das Immunsystem dar, zugleich steigt mit zunehmendem Winterfell die Erkältungsgefahr, wenn die Pferde schwitzen oder geschoren sind und sich leicht verkühlen. „Werden Pferde im Winter aufgestallt, kann es außerdem durch eine neue Herdensituation im Stall oder auf dem Auslauf zu Stress und damit zu einer Schwächung der Abwehrkräfte kommen“, sagt Wassing. Zudem kann auch eine schlechte Belüftung der Ställe bei kalten Temperaturen die Abwehr schwächen.

Atemwegserkrankungen immer ernst nehmen!
Wenn sich das Immunsystem gegen die Angriffe von Erregern nicht ausreichend wehren kann und es zu einem Atemwegsinfekt kommt, kündigt sich dieser in der Regel mit klarem Nasenausfluss an. „Außerdem schwellen die Lymphknoten an und das Pferd ist bei der Arbeit schneller außer Atem. Eventuell kommt auch noch Fieber hinzu“, so die Expertin. Sobald vermehrt Schleim produziert wird, tritt auch Husten auf. „Allerspätestens dann muss der Tierarzt oder die Tierärztin verständigt werden, da bei Husten immer die Gefahr einer Chronifizierung besteht. Es kann außerdem zu einer dauerhaften Schädigung des Lungengewebes kommen, wenn Husten nicht behandelt wird und dadurch nicht richtig ausheilt.“ Folglich sollte auch nur der Tierarzt oder die Tierärztin entscheiden, wann ein Pferd nach einer Erkrankung mit Husten wieder belastet werden darf. Wie lange eine Erkrankung dauert und wie schwer diese ausfällt, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab – etwa dem momentanen Immun- und Stressstatus sowie dem vorherrschenden Infektionsdruck. „Da auch der Zeitpunkt, zu dem eine Therapie begonnen wird, einen maßgeblichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben kann, sollte bereits bei ersten Anzeichen tierärztlicher Rat eingeholt werden.“

Was tun, wenn das Pferd hustet?
Pferde mit Husten brauchen Ruhe oder – in Absprache mit dem Tierarzt oder der Tierärztin – angemessene Bewegung. Frische Luft sowie eine staubreduzierte Haltung und Fütterung sind ebenfalls sehr wichtig. Gleichzeitig sollte das Pferd unbedingt vor Zugluft geschützt und keinesfalls übermäßig beansprucht werden. Zudem können laut der Expertin Kräuter wie Echinacea, Hagebutten, Meerrettich, ggf. Vitamin-Präparate und bei einem vorliegenden Mangel beispielsweise Zink oder Selen sowie essenzielle Fettsäuren gegeben werden. „Außerdem empfehle ich das biologische Tierarzneimittel Engystol ad us. vet., da seine Inhaltsstoffe Schwefel und Weiße Schwalbenwurz antivirale, entzündungshemmende, schleimlösende Effekte besitzen. Dadurch ist die Gabe vor allem bei akuten Atemwegsinfekten äußerst hilfreich.“ Da das gut verträgliche und kombinierbare Tierarzneimittel außerdem das Immunsystem unterstützt, empfiehlt Wassing Enystol ad us. vet. auch zur vorbeugenden Gabe, z.B. als Herbstkur. „Zudem lässt sich das Infektionsrisiko auch durch eine gute Stallhygiene, frische, schadstofffreie Luft, hygienisch einwandfreies Futter, Impfungen und eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen, Mineralstoffen sowie Spurenelementen reduzieren.“


Weitere Informationen zur Pferdegesundheit finden Sie unter https://www.vetepedia.de/gesundheitsthemen/pferd/atemwege

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