Vier Fragen an die Tierärztin

Stress beim Haustier erkennen und reduzieren

  • Viele Hunde und Katzen leiden unter wiederkehrendem Stress, der unterschiedliche Auslöser haben kann.  
  • Da auch die Anzeichen für Stress individuell und vielseitig sein können, lässt sich Stress beim Tier von Halter*innen nicht immer erkennen.
  • Tierärztin Dr. Heidi Kübler erzählt im Interview, was typische Auslöser und Anzeichen für Stress beim Haustier sind und welche negativen Folgen wiederkehrender Stress auf die Gesundheit des Tieres haben kann.
  • Zudem gibt sie Tipps, wie sich Stress beim Tier reduzieren lässt. In ihrer Praxis hat sich das natürliche Tierarzneimittel Nurexan ad us. vet. bewährt. Mit aufeinander abgestimmten Inhaltstoffen wie Passionsblume und Hafer reduziert es nachweislich die Stressantwort und hilft, besser mit Stress umzugehen.

Rund 25% der Haustiere in Deutschland zeigen laut einer Befragung bei Tierhaltern Stress-Symptome, ein Fünftel davon sogar täglich.1 Allerdings ist es für Halter*innen oft gar nicht so einfach, Stress bei ihrem Tier zu erkennen und den jeweiligen Auslöser zu identifizieren. Beides ist aber wichtig, um Stress effektiv zu reduzieren und damit mögliche Folgeerkrankungen von wiederkehrendem Stress zu vermeiden. Die auf Kleintiere spezialisierte Tierärztin Dr. Heidi Kübler (Obersulm) gibt Antworten auf vier wichtige Fragen zum Thema Stress beim Tier. 

Was sind die häufigsten Stressauslöser bei Hund und Katze?     
Dr. Heidi Kübler: Es gibt zahlreiche Faktoren, die unsere Haustiere aus der Ruhe bringen können. Ein Stressauslöser, den fast alle Halter*innen kennen, ist der Tierarztbesuch. Aber auch Geräusche und Lärm sind für viele Hunde und Katzen eine große Belastung. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass jede Art von Veränderung Stress beim Tier auslösen kann – das reicht von Autofahrten, Umzügen oder einer ungewohnten Umgebung bis hin zur Futterumstellung oder Familienzuwachs menschlicher wie tierischer Art. Und was viele Halter*innen gar nicht denken würden: Auch Langeweile und Alleinbleiben sorgen bei vielen Haustieren für Stress.

Woran können wir Stress bei unserem Tier erkennen?      
Dr. Heidi Kübler: So unterschiedlich wie die Auslöser von Stress können auch seine Anzeichen sein. Einige Vierbeiner neigen eher dazu, Stress und nervöse Unruhe zu verstecken, während andere sich durch auffälliges Verhalten mitteilen. Oftmals müssen Halter*innen deshalb mehr als einmal hinschauen, um eine akute Stressreaktion beim Tier als solche wahrzunehmen. Typische Stresssymptome sind zum Beispiel Unruhe oder gesteigerte Aktivität, Maulschlecken, Gähnen, Zittern, Verkriechen oder Verstecken sowie Lautäußerungen wie Winseln, Miauen oder Fauchen. Katzen zeigen Stress außerdem oft durch eine geduckte Haltung, übermäßiges Putzen, Flucht oder eine gesteigerte Aggressivität. Und auch wenn die Katze außerhalb der Katzentoilette uriniert und/oder kotet, kann das auf Stress hindeuten.

Welche Folgen hat wiederkehrender Stress?     
Dr. Heidi Kübler: Wiederkehrender Stress ist nicht nur eine psychische Belastung, sondern kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Unter Stress wird beispielsweise das Hormon Gastrin vermehrt ausgeschüttet, das unter anderem die Magensäureproduktion anregt. Dadurch erhöht sich das Risiko für eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür beim Tier. Beide Erkrankungen machen sich vor allem durch Appetitlosigkeit und Erbrechen bemerkbar. Gleichzeitig wird auch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol erhöht, wodurch sich unter anderem die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Körper verringert. Diese Zellen im Blut sind vor allem für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig. Unter dauerhaftem Stress ist also die Immunabwehr herabgesetzt und die Infektanfälligkeit nimmt deutlich zu.

Wie kann ich meinem Tier bei Stress helfen?     
Dr. Heidi Kübler: Grundsätzlich sollten Halter*innen unbedingt die Ruhe bewahren, wenn ihr Vierbeiner gestresst ist, weil Tiere sehr sensibel auf das Verhalten ihrer Menschen reagieren. Sprich: Ist der Mensch gestresst, kann das auch sein Tier stressen. Deshalb hilft es dem Tier, wenn wir gelassen bleiben und in einem beruhigenden Tonfall mit ihm sprechen. Wichtig ist dabei außerdem, aufmerksam zu reagieren und den Vierbeiner nicht unbewusst in einem unerwünschten Verhalten zu bestärken. Ein geschützter Raum, in den sich das gestresste Tier zurückziehen kann, und liebevolle Ablenkung durch Spielen oder ein Leckerli können ihm außerdem helfen, wieder zur Ruhe zu kommen. Zudem kann auch das natürliche Tierarzneimittel Nurexan ad us. vet. Haustiere bei Stress wirksam und auf natürliche Weise unterstützen. Es enthält aufeinander abgestimmte Inhaltstoffe wie Passionsblume und Hafer, die beruhigend wirken und einen positiven Einfluss auf die Stressverarbeitung haben. Es reduziert die Stressantwort, hilft besser mit Stress umzugehen und kann den gesundheitlichen Folgen von wiederkehrendem Stress entgegenwirken. Da die Wirkung schnell einsetzt, eignen sich die gut verträglichen Tabletten auch zur Gabe vor akuten Stresssituationen. Grundsätzlich gilt: Wer den Eindruck hat, dass sein Tier häufig gestresst, unruhig oder nervös ist, sollte es von der Tierärztin oder dem Tierarzt untersuchen lassen. Denn nur so kann eine eindeutige Diagnose gestellt und – falls erforderlich – eine geeignete Behandlung in die Wege geleitet werden.

1 Online-Befragung bei Hunde-, Katzen- und Pferdehaltern, Heel GmbH 2020

 

Biologische Heilmittel Heel GmbH

Material komplett herunterladen (zip)

Das Material enthält den o.a. Publikumspressetext sowie das nebenstehende Bildmaterial in Druckqualität, das für redaktionelle Zwecke unter Angabe des Bildnachweises (Fotos: © Heel GmbH) kostenlos verwendet werden kann.

Zurück...