Jubiläums-Preisträger „Helping Vets 2022“ prämiert

Zehn Jahre Unterstützung für den Tierschutz

Die Auszeichnung Helping Vets feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum und damit zehn Jahre Unterstützung für den Tierschutz: Seit 2013 zeichnet Heel Veterinär jedes Jahr drei Vereine für ihr herausragendes Engagement für das Tierwohl aus und honoriert diesen Einsatz mit einem Preisgeld von je 2.000 Euro. Die diesjährigen Preis-träger wurden am 06. Oktober 2022 im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz durch Heel Veterinär prämiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Anschluss an die Ehrung referierte Tierärztin Dr. Heidi Kübler, Obersulm, über das Thema „Mensch und Tier – gemeinsam alt werden“.

Helping Vets 2022 – das sind die Preisträger 

Ausgezeichnet wurde das Tierheim Hersbruck des Tierschutzvereins Hersbruck und Umgebung - "tierisch in action" - Einsatz für Tiere und Umwelt e. V. Das Tierheim, das durch die stellvertretende Leiterin Ronja Pfaffenberger vertreten wurde, ist für 22 Gemeinden im Nürnberger Land und in der Oberpfalz zuständig. 365 Tage im Jahr ist das vierköpfige Team rund um die Uhr einsatzbereit und kann im Laufe des Jahres trotz seiner kleinen Räumlichkeiten genauso viele, teilweise sogar mehr Tiere aufnehmen als große Heime. Sowohl die festangestellten Mitarbeiterinnen als auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen setzen sich mit größtem persönlichem Engagement für ihre Schützlinge ein, zu denen Katzen, Hunde, Kleinsäuger und Vögel zählen. Die Pflege und Beschäftigung der Tiere lässt sich dabei sehr individuell gestalten, da das Tierheim maximal 80 Tiere aufnehmen kann. Neben der liebvollen und qualifizierten Versorgung der Tiere vor Ort vermittelt das Tierheim seine Schützlinge außerdem in gute Hände, was auch im Rahmen von Nachbesuchen im neuen Zuhause kontrolliert wird. Darüber hinaus betreibt der Verein Aufklärungsarbeit rund um das Thema Tierschutz, um bei Jung und Alt ein Bewusstsein für die Tiersituation in Deutschland zu schaffen. Da das Tierheim Hersbruck weder eine staatliche noch eine städtische Einrichtung ist, muss der Verein die laufenden Kosten durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Veranstaltungen wie zum Beispiel einen Trödelverkauf decken. Insbesondere dank des Engagements von Tierheimleiterin Frau Martina Höng, Spenden für das Tierheim zu sammeln und sich stetig mit den zuständigen Bürgermeistern auszutauschen, konnte das Tierheim die Corona-Pandemie ohne größere Einschränkungen überstehen. 

Ausgezeichnet wurde die Tierheimat SIHO Ranch e.V. in Oberscheinfeld. Dort schenkt das Ehepaar Simone Dietrich und Horst Büchs auf ihrem etwa 5 Hektar großen Hof alten, verletzten, ausgestoßenen, missbrauchten oder verwahrlosten Tieren ein liebevolles, endgültiges Zuhause. Momentan leben 58 Tiere auf dem Hof, unter anderem Katzen, Hunde, Hühner, Ziegen, Minischweine, ein Hausschwein, Esel, Ponys und Pferde. Unterstützung erhält der gemeinnützige Verein durch vier engagierte ehrenamtliche Helferinnen. Neben der Versorgung der eigenen tierischen Mitbewohner auf dem Hof vermittelt der Verein außerdem Tiere in liebevolle Hände, die von den ursprünglichen Halter*innen nicht mehr versorgt werden können. Mit den „Glücksbringern“ hat der Verein 2021 außerdem ein weiteres Herzensprojekt ins Leben gerufen: Das Team macht behinderte und alte Menschen glücklich, indem es die entsprechenden Einrichtungen mit Ponys, Hunden und Schafen besucht. Und auch die Tierschutzarbeit mit Kindern liegt dem Verein sehr am Herzen. Dazu besuchen die Vereinsmitglieder zusammen mit einigen Tieren Kindergärten und Schulen, um mit Kindern über die Bedeutung von Tierschutz, insbesondere aber auch über den richtigen Umgang und eine artgerechte Haltung von Tieren zu sprechen. Und auch auf der SIHO-Ranch sind Kinder dazu eingeladen, mit Tieren und der Natur in Kontakt zu kommen und ein Bewusstsein für das Tierwohl zu entwickeln. Die Tierheimat SIHO Ranch finanziert sich ausschließlich über Spenden, Tierpatenschaften und Mitgliedsbeiträge, die ausschließlich den Tieren der Ranch zugutekommen. 

Ausgezeichnet wurde das Steinkauz-Projekt des NABU Nördliches Markgräflerland, vertreten durch Herrn Dr. Helmut Mett. Im Jahr 2010 rief der Verein in Kooperation mit dem NABU Lörrach das Projekt ins Leben, um den Steinkauz in die Region zurückzuholen. Um die Jahrtausendwende war die kleine, kurzschwänzige Eulenart, vollständig verschwunden; vermutlich durch die Intensivierung des Obstanbaus, durch den die natürlichen Brutmöglichkeiten in Form von größeren Baumhöhlen zunehmend verloren gingen. Der Verein machte sich deshalb im Gebiet zwischen der Möhlin und der Kreisgrenze Lörrach auf die Suche nach geeigneten Biotopen für Steinkäuze und bringt dort seitdem nach Rücksprache mit den Landbewirtschaftern bzw. Besitzern künstliche Nisthilfen für Steinkäuze an. Diese ca. 80 cm langen Röhren werden vor allem in Walnussbäumen, die meist auf Streuobstwiesen stehen, auf möglichst waagrechten, starken Ästen montiert. Eine erste erfolgreiche Steinkauzbrut konnte im Jahr 2017 verzeichnet werden, im Jahr 2022 wurden von den inzwischen 160 Röhren mittlerweile bereits 14 bewohnt und bebrütet. Zu den Aufgaben der etwa 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des NABU gehören die regelmäßige Anbringung, Kontrolle, Reinigung und Instandhaltung der Röhren sowie die Beringung der Jungvögel kurz vor dem Verlassen der Röhren. In diesem Jahr konnten 26 Jungkäuze beringt werden. Neben der Wiederansiedelung des Steinkauzes und dem Erhalt einer gesicherten, stabilen Population in der Region möchte der Verein durch das Steinkauzprojekt auch die Bedeutung von Streuobstwiesen für die Biodiversität aufzeigen, um den Erhalt dieser Biotope zu fördern.

Tierschutz heißt auch, gemeinsam alt zu werden    

Aktiver Tierschutz umfasst auch das gemeinsame Altwerden von Mensch und Tier. Denn viel zu oft werden Tiere abgegeben, die im Alter an unterschiedlichen Gebrechen leiden und damit oft deutlich mehr Einsatz und Kosten verursachen als in jungen Jahren. „Da das Durchschnittsalter und das mittlere Sterbealter von Hunden und Katzen in den letzten 30 Jahren gestiegen ist, sind heute etwa 40 % der Gesamtpopulation als alt anzusehen“, sagt Tierärztin Dr. Heidi Kübler in ihrem Vortrag „Mensch und Tier – gemeinsam alt werden“ im Rahmen der Preisverleihung. Laut der Tierärztin gelten als Faustregel die letzten 10-20 % der durchschnittlichen Lebenserwartung einer Spezies als Alter. „Dieser komplexe biologische und physiologische Zustand des späten Lebensabschnitts geht mit einer zunehmend verminderten Anpassungsfähigkeit einher. Zusätzlich nehmen die normalen Funktionen von Organen und Geweben ab.“ Mit steigendem Lebensalter kommt es zudem zu einer zunehmenden Multimorbidität, also dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer Krankheiten. „Bei Hunden nimmt die Krankheitshäufigkeit um das 6. Lebensjahr kontinuierlich zu, bei Katzen um das 11. Lebensjahr herum“, so die auf Kleintiere spezialisierte Tierärztin. Wichtig seien entsprechende Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Erkrankungen beim geriatrischen Patienten, die bei noch gesunden, alten Tieren einmal jährlich durchgeführt werden sollten. „Neben der Befragung der Halter*innen führe ich dabei eine vollständige klinische Untersuchung von der Nasen- bis zur Schwanzspitze durch“, sagt die Expertin. Werden bei der Vorsorgeuntersuchung Auffälligkeiten festgestellt, bedarf es weiterführender Untersuchungen.

Prophylaxe beim alten Tier     
Vorbeugend können Halter*innen dazu beitragen, ihre Senioren fit zu halten, Alterungsprozesse zu verlangsamen und eine gute Lebensqualität trotz altersbedingter Veränderungen zu erhalten. Dazu sollte beispielsweise auf spezielles, an den Nährstoffbedarf angepasstes Seniorenfutter umgestellt und auf eine regel- und gleichmäßige Bewegung geachtet werden. Zudem können mit der Gabe von entsprechenden Medikamenten nachlassende Organfunktionen unterstützt und stabilisiert werden. „Ich verwende und empfehle dafür biologische Tierarzneimittel, da sie sehr gut verträglich und untereinander kombinierbar sind. Für alte Tiere sind sie ideal geeignet, denn sie können auch bei multimorbiden Tieren und in der Langzeittherapie eingesetzt werden“, so die Tierärztin. „Für die Arthrosetherapie zum Beispiel ist Zeel ad us. vet. optimal geeignet, weil es über lange Zeiträume als Basistherapie eingesetzt werden und bei Bedarf mit noch stärkeren Schmerzmitteln kombiniert werden kann. Seine aufeinander abgestimmten Inhaltsstoffe wie Beinwell, Arnica, Schwefel besitzen nicht nur entzündungshemmende und schmerzstillende, sondern vor allem auch knorpelschützende und regenerative Eigenschaften.“ Zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung, die bei Katzen eine der häufigsten Alterserkrankungen ist, hat sich nach Einschätzung von Frau Dr. Kübler die biologische SUC-Therapie mit den Arzneimitteln Solidago compositum ad us. vet., Ubichinon compositum ad us. vet. und Coenzyme compositum ad us. vet. bewährt. „Diese Kombination unterstützt die Nierenfunktion und verbessert die Lebensqualität erkrankter Tiere, was erst kürzlich in einer Studie nachgewiesen werden konnte.“ Neben einer gewissenhaften Vorsorge und der Behandlung vorliegender Erkrankungen empfiehlt Frau Dr. Kübler außerdem, alte Tiere mit Hilfe eines Fitnessprogramms körperlich und geistig fit zu halten. „Dazu gehören Zuwendung, regelmäßige Bewegung und Unterordnungsübungen genauso wie Such- und Bring-Spiele und Futterspiele.“

Weitere Information zur Auszeichnung Helping Vets finden Sie unter:     
www.vetepedia.de/helping-vets/aktion/

Biologische Heilmittel Heel GmbH

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