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Alte Katzen brauchen besondere Aufmerksamkeit

Oldies but Goldies

  • Im Alter können bei Katzen körperliche und/oder verhaltensbezogene Veränderungen (z. B. nachlassende Aktivität und Mobilität, Gewichtsverlust) auftreten.
  • Den neuen Bedürfnissen und Verhaltensweisen unserer Senioren sollten wir mit viel Geduld, Rücksicht und Zuwendung begegnen.
  • Auch der Gesundheit unserer betagten Tiere sollten wir besondere Aufmerksamkeit schenken, da mit dem Alter das Risiko für Erkrankungen steigt.
  • Ein häufiges Problem ist die chronische Nierenerkrankung (CNE), die sich meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium durch Symptome bemerkbar macht.
  • Die CNE ist nicht heilbar, eine entsprechende Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung aber verlangsamen und die Lebensqualität des Tieres erhalten.
  • Neben einer speziellen Nieren-Diät haben sich biologische Tierarzneimittel bewährt, um den Energiestoffwechsel und die Nierenfunktion zu unterstützen.

Mit sieben Leben sind unsere Samtpfoten zwar nicht gesegnet, bei guter Pflege können Hauskatzen aber durchaus 15 Jahre und älter werden. Da das Alter selbst keine Krankheit ist, können unsere Vierbeiner auch als Senioren noch ein gutes und erfülltes Leben führen. Mit den Lebensjahren steigt allerdings auch das Risiko für Erkrankungen, wes¬halb wir die Gesundheit betagter Tiere genau im Blick behalten sollten. Eine Schwachstelle sind etwa die Nieren: Rund jede dritte Katze über 15 Jahren leidet unter der chro¬nischen Nierenerkrankung (CNE), die bislang nicht heilbar ist und zu den häufigsten Todesursachen unserer Katzen zählt.1 Eine entsprechende Therapie kann den Verlauf der Krankheit aber verlangsamen und die Lebensqualität des Patienten erhalten.

Ab einem Alter von etwa 11 Jahren gilt eine Katze als Senior. Je nach individueller Konstitution können sich aber auch schon früher erste Alterserscheinungen bemerkbar machen: Die Katze riecht, sieht oder hört vielleicht schlechter, weil die Sinnesorgane nachlassen. Viele Senioren schlafen mehr als zuvor und haben ein zunehmendes Bedürfnis nach Ruhe. Dies zeigt sich auch daran, dass der Spiel- und Jagdtrieb, aber auch die körperliche Aktivität im Allgemeinen mit den Jahren meist weniger werden. Katzen können im Alter starrsinnig werden, zugleich aber auch anhänglicher und verschmuster. Zudem verändert sich oftmals auch das Körpergewicht mit dem Alter: Manche Katzen nehmen ab, weil ihr Appetit nachlässt, andere nehmen zu, weil sie sich weniger bewegen und der Stoffwechsel langsamer arbeitet als zuvor.

Senioren brauchen viel Liebe – und Geduld!
Auch der Herbst des Lebens kann für unsere Samtpfoten sehr erfüllt sein, wenn wir ihnen mit viel Geduld, Rücksicht und Zuwendung begegnen und ihre Bedürfnisse respektieren. Hierzu sollten wir ihnen eine ruhige, stressfreie Umgebung mit vielen Rückzugsmöglichkeiten bieten, die leicht zugänglich sind. Da Bewegungsfreude und Mobilität im Alter häufig abnehmen, können Rampen oder Katzentreppen dem Oldie dabei helfen, Höhenunterschiede leichter zu bewältigen. Dies gilt auch für die Katzentoilette: Greifen Sie zu einem Modell mit niedrigem Rand, damit die Katze den Einstieg problemlos meistern kann. Motivieren Sie Ihre Katze außerdem spielerisch zu regelmäßiger, moderater Bewegung, um die Gelenke und Muskeln fit zu halten. Für eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen sollte das Futter bedürfnisgerecht, gut bekömmlich, schmackhaft und leicht zu zerkleinern sein.

Alterserkrankungen bleiben leider oft nicht aus
Neben den typischen Alterserscheinungen, die in der Regel kein Grund zur Sorge sind, steigt im Alter allerdings das Risiko für ernstzunehmende Erkrankungen. Besonders tückisch ist die chronische Nierenerkrankung. Etwa jede dritte Katze über 15 Jahren ist von der sogenannten CNE betroffen1, in deren Verlauf die Nieren zunehmend ihre Fähigkeit verlieren, Abfallprodukte des Stoffwechsels aus dem Blut herauszufiltern. Da die Erkrankung nicht heilbar ist, verläuft sie schlussendlich tödlich und zählt zu den häufigsten Todesursachen unserer Katzen. Der zunehmende Verlust der Nierenfunktion verläuft oft über Jahre hinweg völlig unbemerkt – meist zeigen sich erst in einem späten Stadium Symptome wie vermehrtes Trinken, häufigeres Absetzen von Urin, zunehmende Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust sowie Durchfall und Erbrechen.

Therapie kann Lebensqualität trotz CNE erhalten
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind schon in jüngeren Jahren (spätestens ab dem 7. Lebensjahr) dringend zu empfehlen, denn je früher eine CNE erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, das Fortschreiten der Erkrankung mit einer entsprechenden Therapie zu verlangsamen. Bestätigt eine Untersuchung durch den Tierarzt den Verdacht auf eine chronische Nierenerkrankung, sollte unverzüglich mit entsprechenden Therapiemaßnahmen begonnen werden. Denn mit einer gut eingestellten Behandlung lässt sich das Fortschreiten der Er-krankung meist verlangsamen und das Leben der erkrankten Katze bei guter Lebensqualität verlängern. Ein elementarer Therapie-Baustein ist die konsequente Umstellung auf eine spezielle Nieren-Diät, die das geschädigte Nierengewebe entlastet. Zudem hat sich der Einsatz biologischer Tierarzneimittel bei der Behandlung einer CNE bewährt, um den Energiestoffwechsel und die Nierenfunktion zu unterstützen.

Der Nieren-Check unter www.vetepedia.de/nieren-check/ kann Ihnen dabei helfen, Symptome einer chronischen Nierenerkrankung bei Ihrer Katze zu erkennen.

Gut zu wissen 
Beim Kauf von Arzneimitteln für Ihr Haustier sollten Sie auf den Zusatz „ad us. vet.“ achten – diese Kennzeichnung zeigt an, dass das Arzneimittel „zum tierarzneilichen Gebrauch“ registriert und folglich speziell für den Einsatz beim Tier entwickelt wurden. Über die entsprechende Dosierung der Arzneimittel für die jeweilige Tierart gibt der Beipackzettel Auskunft. Unabdingbar ist außerdem eine engmaschige Kontrolle durch den Tierarzt, um den Erfolg der Therapiemaßnahmen zu überprüfen und diese falls notwendig anzupassen oder zu erweitern.

Biologische Heilmittel Heel GmbH

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Literatur 
1 Geddes et al., 2013

Das Material enthält den o.a. Publikumspressetext sowie das nebenstehende Bildmaterial in Druckqualität, das für redaktionelle Zwecke unter Angabe des Bildnachweises "Fotos: Biologische Heilmittel Heel GmbH" kostenlos verwendet werden kann.

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