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Wandern mit Hund

Die richtige Planung für ein sicheres Outdoor-Abenteuer   

Ob in den Bergen oder an der Küste, ob Tagesausflug oder Wanderurlaub – für die meisten Hundehalter gibt es kaum etwas schöneres, als mit dem Vierbeiner in der Natur unterwegs zu sein. Gerade wer mit seinem Hund anspruchsvollere und längere Wanderungen unternehmen möchte, sollte diese Unternehmungen aber nicht spontan, sondern gut vorbereitet antreten: Damit die Tour sowohl für den Zwei- als auch für den Vierbeiner zum entspannten und sicheren Outdoor-Vergnügen wird, gilt es einige Faktoren zu berücksichtigen.

Wanderungen mit dem Hund erfreuen sich größter Beliebtheit. Kein Wunder, denn die gemeinsame Bewegung in der Natur mit zahllosen Entdeckungsmöglichkeiten ist die beste Stresstherapie für Hund und Halter. Aber Vorsicht: Auch eine Wanderung will gut geplant sein, damit der Ausflug für Sie und Ihren tierischen Begleiter entspannt, angenehm und sicher verläuft. Eines ist für das Gelingen einer Wanderung in jedem Fall unabdingbar: Rücksicht auf den Hund zu nehmen und ihm nicht zu viel zuzumuten. 

Der ideale Wandergefährte      
Wer mit seinem Vierbeiner anspruchsvollere Touren gehen möchte, sollte den allgemeinen Gesundheitszustand und die Fitness des Hundes idealerweise zuvor vom Tierarzt abklären lassen. Grundsätzlich empfehlen sich Wanderungen nur mit ausgewachsenen Vierbeinern, da eine zu hohe Belastung der Gelenke und des Bewegungsapparates bei Tieren im Wachstum schlimmstenfalls zu bleibenden Schäden führen kann. Besondere Vorsicht ist auch bei betagteren Hunden geboten: Da mit dem Älterwerden oftmals chronische Gelenkerkrankungen wie Kniegelenks-Arthrose, Hüft- oder Rückenprobleme sowie eine nachlassende Ausdauer einhergehen, dürfen die körperlichen Voraussetzungen des Tieres keinesfalls überschätzt oder ausgereizt werden. In jedem Fall gilt es, Art, Schwierigkeitsgrad und Länge der Tour immer nach der individuellen Fitness des Hundes zu planen. Auch die Rasse gilt es zu berücksichtigen: Ideale Wandergefährten sind aktive Hunde mit mittlerer bis höherer Schulterhöhe und einer guten Ausdauer – etwa Jagd- oder Hütehunde wie Australian Shepherd oder Labrador Retriever. Hunderassen mit kurzen Beinen wie Mops oder teilweise auch Dackel sind dagegen weniger zum Wandern geeignet – als Halter sollten Sie darauf unbedingt Rücksicht nehmen und sich auf gemeinsame Spaziergänge in angemessener Länge beschränken.

Hundegeeignete Touren wählen     
Ist der Hund noch nicht ans Wandern gewöhnt, ist es wichtig, ihn mit Geduld darauf vorzubereiten und seine Kondition zunächst bei ausgedehnten Spaziergängen oder kleinen, leichten Wanderungen auf- bzw. auszubauen. Falls Sie für eine Wanderung Landesgrenzen passieren müssen, sollten Sie sich vorab gewissenhaft über die örtlichen Einreisebestimmungen mit Hund erkundigen (z.B. Leinenzwang, Maulkorbpflicht, Impfungen) und unbedingt an den EU-Heimtierausweis denken. 
Geht es an die Planung der Wanderung, ist wichtig zu beachten, dass diese keine schmalen Wege mit Absturzgefahr beinhaltet. Auch Routen mit Klettersteig sind natürlich tabu. Wählen Sie Ihre Wanderung vor allem im Sommer immer auch danach aus, ob ausreichend schattige Wegstücke darin enthalten sind, und verzichten Sie bei großer Hitze aus Rücksicht auf Ihren Vierbeiner auf anstrengende Ausflüge. Diese könnten den Kreislauf des Hundes übermäßig belasten und es drohen schlimmstenfalls ein Hitzschlag oder Kollaps.   

Verpflegung und Rast     
Auch unterwegs sollte der Futter-Rhythmus des Hundes eingehalten werden. Hierbei empfiehlt sich Trockenfutter, da es auch auf längeren Touren nicht verdirbt und leichter zu transportieren ist als Nassfutter in Dosen oder Gläsern. Achten Sie darauf, Ihren Vierbeiner nicht unmittelbar vor Antritt einer Wanderung zu füttern. Unterwegs sollten Sie eine Rast von mindestens einer Stunde einplanen, damit der Hund Zeit zum Verdauen hat. Führen Sie außerdem unbedingt eine ausreichende Menge an frischem Wasser mit und achten Sie darauf, dass Ihr Hund regelmäßig und genügend trinkt. Denn durch die körperliche Anstrengung kann der Vierbeiner vor allem bei warmen Temperaturen übermäßig viel Flüssigkeit verlieren und im schlimmsten Fall dehydrieren oder einen Hitzschlag erleiden.  

Das gehört ins Wandergepäck
Neben ausreichend Futter, Trinkwasser und einem Napf freut sich Ihr Hund über sein Lieblingsspielzeug und eine leichte Decke für die Rast. Auch ein kleines Handtuch zum Abtrocknen kann hilfreich sein, wenn sich unterwegs die Möglichkeit für ein Bad im Fluss oder See ergibt. Außerdem sollte der Wanderrucksack immer auch eine Reise-Apotheke für den Hund beinhalten, um für den Notfall gerüstet zu sein. Diese sollte eine Zeckenzange enthalten, Parasitenschutz wie etwa ein Spot-on-Präparat setzen sie am besten bereits im Vorfeld der Wanderung ein. Für die Versorgung kleiner Verletzungen wie Schürf- oder Schnittwunden ist ein Wund-Desinfektionsspray, eine Pinzette, Wundsalbe sowie Verbandsmaterial empfehlenswert. Für den Fall, dass sich der Hund ein akutes Trauma wie eine Prellung, Zerrung oder Verstauchung zuzieht, kann ein biologisches Tierarzneimittel sinnvoll sein, das mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Arnika und Beinwell abschwellend sowie schmerzlindernd wirkt und das Entzündungsgeschehen reguliert (z.B. Traumeel ad us. vet., verfügbar als Tabletten und Gel). Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es außerdem empfehlenswert, vor Antritt der Wanderung eine Tierklinik oder einen Tierarzt in der Nähe zu recherchieren und die Kontaktdaten abzuspeichern. Auch wenn dieser Fall hoffentlich nie eintritt, kann die Vorsichtsmaßnahme in einer Notsituation kostbare Zeit sparen. 

Viele weitere Informationen Gesundheit zu akuten Verletzungen des Bewegungsapparates beim Hund finden Sie unter https://www.vetepedia.de/gesundheitsthemen/hund/bewegungsapparat/lahmheit-zerrung-verstauchung/

Gut zu wissen!
Medikamente für Tiere müssen laut europäischem Arzneimittelgesetz auch als solche gekennzeichnet sein. Präparate mit dem Zusatz „ad us. vet.“, lateinisch für „ad usum veterinarium“, sind Arzneimittel „zum tierarzneilichen Gebrauch“ und damit speziell für Tiere registriert oder zugelassen.     

Biologische Heilmittel Heel GmbH

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