Medikamente im Wettkampf

Wenn Sie mit Ihrem Pferd an einem Wettkampf teilnehmen, sind bezüglich der Gabe von Medikamenten wichtige Regeln zu beachten. Zahlreiche Arzneimittel werden im Wettkampf als Leistungsbeeinflussung angesehen und sind deshalb verboten. Dass eine Erkrankung den Einsatz bestimmter Medikamente auch im Wettkampf erforderlich macht, ist nachvollziehbar. Jedoch sollte die Heilung des Pferdes stets im Vordergrund stehen. Dies ist ein veterinärmedizinischer Grundsatz und findet sich auch sinngemäß im deutschen Tierschutzgesetz wieder: Ein Pferd, das sich wegen einer Erkrankung in Behandlung befindet, darf nicht an Wettkämpfen teilnehmen. 

Welche Medikamente im Wettkampf erlaubt sind oder nicht, regelt auf nationaler Ebene die Deutsche Reiterliche Vereinigung (Fédération Nationale Équestre, FN) mit den Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR). Homöopathika sind dabei in einer Potenz ab D7 erlaubt. In einer Potenz bis einschließlich D6 empfiehlt die FN eine Karenzzeit von 48 Stunden (Karenzzeit = Zeit zwischen der Verabreichung der Substanz bis zum Einsatz auf dem Turnier). 

Auf internationalen Turnieren gelten zum Teil abweichende Regeln. Homöopathika sind hier gemäß der Einstufung der FEI (Federation Équestre Internationale) erlaubt. Injizierbare Homöopathika bedürfen allerdings einer gesonderten Dokumentation. Auch hierüber informiert Sie gerne Ihr Tierarzt.

Gut zu wissen!

Einstufung von Homöopathika gemäß FN (Fédération Nationale Équestre)

  • In einer Potenz ab D7 erlaubt.
  • Bis einschließlich D6 Substanz erlaubt mit empfohlener Karenzzeit.

Die empfohlene Karenzzeit beträgt 48 Stunden.