Was ist ein Trauma?

Als Trauma werden sämtliche Verletzungen oder Schädigungen gesunden Gewebes bezeichnet, die durch Krafteinwirkung von außen entstehen. Unterteilt wird dabei in offenes und stumpfes Trauma: Zu ersterem zählen etwa Schnitt-, Beiß- oder Platzwunden, bei denen die Haut perforiert wird. Bei stumpfen Traumata kommt es zu Verletzungen der Haut und/oder darunter liegender Strukturen (z.B. Muskeln und Sehnen aber auch innere Organe), ohne dass die Haut sichtbar verletzt ist.. Bei Hunden treten stumpfe Traumata besonders häufig im Bereich der Gelenke auf, häufig als Folge von Spiel- oder Sportverletzungen oder auch durch Stöße oder Stürze verursacht. Unterschieden wird hierbei in:

  • Verstauchung oder Zerrung (Distorsion)

    Verstauchungen oder Zerrungen treten immer durch Einwirkung von außen auf (wie z. B. Umknicken, Sturz, Hängenbleiben). Die Gelenkflächen werden dabei über das normale Bewegungsmaß hinaus gegeneinander verschoben. Danach kehren sie sofort in ihre ursprüngliche Stellung zurück. Die überdehnten und verletzten Bänder oder Gelenkkapseln verursachen starke Schmerzen. Das betroffene Gelenk schwillt an und es können Blutergüsse auftreten.
  • Ausgerenktes Gelenk (Luxation)

    Bei diesem Trauma werden die Gelenkflächen ebenfalls gegeneinander verschoben. Hier ist die Krafteinwirkung auf das Gelenk jedoch so stark, dass die Gelenkskapsel und Bänder zerreißen. Die Gelenksenden bleiben zueinander verschoben. Luxationen sind begleitet von starken Schmerzen, Schwellung, Blutergüssen sowie unnatürlicher Gelenkstellung. Die Ursache kann beispielsweise eine Gewalteinwirkung von außen sein (s. Distorsion).
  • Prellung (Kontusion)

    Eine Prellung oder Quetschung entsteht durch einen Sturz, Schlag oder Stoß. Sie geht, je nach Ort der Quetschung, mit einer Reizung der Muskulatur, Bänder, Knochenhaut und manchmal auch der Gelenkkapsel einher. Die betroffene Stelle schwillt an und häufig bildet sich ein Bluterguss. Eine Prellung ist sehr schmerzhaft.

Jedes Trauma löst im Körper einen komplexen, heilungsfördernden Entzündungsprozess aus. Es gilt, den Reiz zu beseitigen und beste Voraussetzungen für den Heilungsverlauf zu schaffen, damit das geschädigte Gewebe schnellstmöglich und vollständig repariert werden kann.

Es kann dabei jedoch zu einer überschießenden Entzündungsreaktion kommen, die das Abheilen der Verletzung verzögern oder sogar verhindern kann. Die Folgen sind starker Schmerz, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Unter Umständen kann sich aus einer akuten auch eine chronische Entzündung entwickeln.