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Symptome

Woran ist eine chronische Gelenkerkrankung zu erkennen?

Eine Arthrose entsteht immer schleichend. Bis das Tier erste Symptome zeigt, bleibt die Krankheit meist unentdeckt. Läuft Ihr Hund nicht mehr so gerne die Treppen? Oder hält er sich beim Spielen zurück statt wie früher gut gelaunt dem Ball hinterher zu rennen? Fallen ihm alltägliche Bewegungen wie sich kratzen oder sich wälzen plötzlich schwerer? Diese Bewegungseinschränkungen können erste Anzeichen einer Arthrose sein.  Erst im fortgeschrittenen Verlauf treten Dauerschmerzen auf. Es kann zu Schwellungen einzelner Gelenke kommen, zu lokalen Rötungen und vermehrter Wärme, bisweilen auch zu leichten Knirschgeräuschen bei bestimmten Bewegungen.

Beobachten Sie deshalb das Verhalten Ihres Tieres genau: Wie bewegt sich Ihr Hund in den einzelnen Gangarten? Wie ist seine Haltung im Stand? Sind alltägliche Bewegungen wie Strecken, Treppensteigen oder Hinter-dem-Ohr-Kratzen für das Tier problemlos möglich? Lassen sich Schwellungen an den Gelenken erkennen?

Bei Auffälligkeiten sollten Sie möglichst rasch einen Tierarzt aufsuchen. Denn je eher eine Arthrose diagnostiziert und behandelt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Gut zu wissen!
  • Sie sind wichtigster Beobachter Ihres Hundes.
  • Suchen Sie bei Bewegungsauffälligkeiten baldmöglichst einen Tierarzt auf.
  • Je genauer Sie das Verhalten Ihres Tieres beobachten, desto gezielter können Sie die Fragen des Tierarztes beantworten und zur Diagnosefindung beitragen.

Die besondere Bedeutung von Bewegung ohne Ortswechsel

Muskeln und Gelenke sowie der gesamte Bewegungsapparat haben neben der Fortbewegung noch weitere wichtige Aufgaben: Man unterscheidet bei der Bewegung daher zwischen Lokomotion (Bewegung mit Ortswechsel) und Idiomotion (Bewegung ohne Ortswechsel). Zu den idiomotorischen Bewegungen zählen auf den eigenen Körper oder auf Artgenossen gerichtete Bewegungen, wie beim Hund beispielsweise das Putzen, Hinter-dem-Ohr-Kratzen oder das Heben des Beines zum Wasserlassen. Die Idiomotion spielt gleichermaßen wie die Lokomotion eine wichtige Rolle für das Funktionieren des Bewegungsapparates und damit für die Lebensfreude des Hundes.

Gelenke können sich jeweils bis zu einem bestimmten Grad drehen bzw. bewegen. Gegenüber den lokomotorischen Bewegungen erfordern die idiomotorischen dabei eine weitaus höhere Beweglichkeit. Diese ist oft vermindert, wenn schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates, beispielsweise Arthrosen, die Mobilität einschränken. Nicht selten können Sie als Tierhalter daher erste Symptome einer Arthrose  bei Ihrem Hund feststellen, wenn er Einschränkungen bei idiomotorischen Bewegungen zeigt.